Teil 3: Die Nachkriegsjahre

Fußball wird zur Nebensache

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, in dem zwischen 1944/45 durch Bomben und Granaten unser Heimatort stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, mussten die Einwohner nach Rückkehr aus der Evakuierung zunächst ihre zerstörten Häuser wieder aufbauen. An einen Spielbetrieb jedweder Art war zur damaligen Zeit nicht zu denken. Die Sorge und die Not um den täglichen Lebensbedarf der Menschen standen im Vordergrund. Erst allmählich, als sich die Dorfgemeinschaft wieder gefunden hatte und die gröbsten Schwierigkeiten überwunden waren, konnte die damals jüngere Generation wieder an Sport denken. Das durch die damalige französische Besatzungsmacht geschaffene so genannte Omnisportgesetz erlaubte nur einen Sport treibenden Verein im Ort. So entstand im Mai 1946 die Sportgemeinschaft Düppenweiler. Sie setzte sich aus folgenden Sparten zusammen: Fußball, Turnen, Tischtennis und Radfahren

Geburtsstunde des Jungenwaldstadions

Sportplatzeinweihung 1947: Stehend: Alfred Müller, Karl Klein, Otmar Woll, Norbert Koch, Hans Hahn, Peter Unrath und Artur Michely. Sitzend: Otmar Wagner, Eduard Woll, Edmund Augustin, Erich Leidinger, Josef Contes und Ewald Müllenbach.

Die vordringlichste Maßnahme der ersten Nachkriegszeit war die Erstellung eines neuen Sportplatzes. Den bisherigen Sportplatz hatte die Zivilgemeinde wegen der damaligen großen Ernährungsschwierigkeiten den Bürgern als Gartengelände und später als Bauplätze zur Verfügung gestellt. In den  Jahren 1946/47 konnte mit großer Unterstützung aller Mitglieder der heutige Sportplatz im Jungenwald gebaut werden. Dieses Gelände diente früher dem Reichsarbeitsdienst als Exerzier- und Übungsplatz. Am 17.8.1947 wurde der Platz feierlich eingeweiht und im Rahmen eines Sportfestes seiner Bestimmung übergeben.

Zweite Meisterschaft der Vereinsgeschichte

Meisterschaft 1948 / 49 von links nach rechts: Artur Michely, Peter Kühn, Eduard Woll, Karl Klein, Otmar Wagner, Erich Leidinger, Norbert Koch, Josef Contes, Heinrich Müller, Hans Hahn, Peter Schütz, Artur Contes, Otmar Woll, Heinrich Hötger und Hans Webe

Bereits in der Saison 1948/49 gelang unserer 1. Mannschaft - rund 10 Jahre nach der ersten Vorkriegsmeisterschaft - wiederum eine Meisterschaft in der Kreisklasse II des Kreises Merzig-Wadern. In einem bis zum Schlusspfiff spannenden Auswärtsspiel in Reimsbach vor einer hohen Zuschauerkulisse wurde dort mit einem 2:0 Sieg die Meisterschaft sichergestellt.